True Story

Bis wir tot sind oder frei – schweizerisch-deutsches Drama aus dem Jahr 2020.

Das Drama beruht auf einer wahren Begebenheit, der Geschichte des Kriminellen Walter Stürm (1942-1999), der in der Schweiz in den 1970er- und 1980er Jahren als Ausbrecherkönig bekannt wurde.

Walter Stürm brach insgesamt achtmal aus dem Gefängnis aus. Rund die Hälfte seines Lebens verbrachte er hinter Gittern oder war auf der Flucht. Er war verantwortlich für mehrere hundert Straftaten, vor allem gingen Einbrüche auf sein Konto. Walter Stürm änderte sein Aussehen, nahm falsche Identitäten an und tauchte auch im Ausland unter.

Er lehnte sich gegen die Haftbedingungen auf, vor allem gegen die Isolationshaft, was ihn zur Symbolfigur der Linken machte. Es kam zu Demonstrationen gegen die Isolationshaft und man forderte eine Lockerung seiner Haftbedingungen. Walter Stürm trat in einen Hungerstreik, den er erst nach 100 Tagen abgebrochen hatte.

1992 folgte ein Suizidversuch. Danach kam es zu einem erneuten Hungerstreik, der diesmal 120 Tage dauerte. Sechs Jahre Einzelhaft hatten Spuren bei ihm hinterlassen. Seine Anwältin Barbara Hug sagte, dass es ihm gesundheitlich nicht gut gehe. Am 13. September 1999 fand man Walter Stürm tot in seiner Zelle. Er hatte sich mit einem Kehrichtsack (Müllsack) erstickt.