True Story

Der Passfälscher – deutsch-luxemburgisches Drama aus dem Jahr 2021.

Setfoto Der Passfälscher Copyright Ricardo Vaz Palma

Der Film beruht auf der Geschichte von Cioma Schönhaus (1922-2015), einem Grafiker, der während des Zweiten Weltkriegs von der Gestapo wegen seiner jüdischen Herkunft gesucht wurde und sich durch Fälschen seines Passes retten konnte.

Cioma Schönhaus lässt sich weder seine Lebensfreude nehmen, noch von irgendjemanden einschüchtern – schon gar nicht von den Nazis. Sein Talent ist das perfekte Fälschen von Pässen, bei dem er nicht nur sein Leben rettet, sondern auch zahlreichen Menschen bei ihrer Flucht hilft. Doch er bringt sich damit selbst in Gefahr. Er lebt in einem Versteck mitten in Berlin.

Samson „Cioma“ Schönhaus wurde am 28. September 1922 in Berlin geboren. Seine russischen Eltern waren 1920 aus Minsk nach Berlin gekommen. Sein Vater war aus der Roten Armee desertiert. Cioma Schönhaus war es gelungen einer Deportation zu entkommen und unterzutauchen. Für die im Untergrund lebenden Juden fälschte er Pässe. Er arbeitet mit Mitgliedern der Bekennenden Kirche zusammen.

1943 begann die Gestapo mit einer gezielten Fahndung nach ihm und Cioma Schönhaus wagt eine Flucht aus Berlin. Er tarnt sich als Wehrmachtssoldat und fährt mit dem Fahrrad und einem gefälschten Pass quer durch Deutschland bis an die Schweizer Grenze, wo es ihm gelungen war diese zu passieren.

In Basel absolviert er eine Ausbildung zum Grafiker. 2004 erscheint seine Autobiografie „Der Passfälscher: Die unglaubliche Geschichte eines jungen Grafikers, der im Untergrund gegen die Nazis kämpfte“ und 2010 erschien „Der Passfälscher im Paradies: Das Ende einer unglaublichen Odyssee“. Cioma Schönhaus verstarb am 22. September 2015 im Alter von 92 Jahren in Biel-Benken, Schweiz.