True Story

Aguirre, der Zorn Gottes – deutsch-mexikanisch-peruanisches Historiendrama, Abenteuerfilm aus dem Jahr 1972.

Inspiration fand das Historiendrama durch die Lebensgeschichte des baskischen Abenteurers Lope de Aguirre (ca. 1511-1561) und seiner Amazonasexpedition im Jahr 1560 unter der Führung von Pedro de Ursúa (ca. 1525-1561), der Suche nach dem Goldland Eldorado. Lope de Aguirre bezeichnete sich selbst als „Zorn Gottes“.

Pedro de Ursúa war ein spanischer Konquistador, der am 1. Januar 1561 als Führer der Expedition von seinen Soldaten ermordet wurde. Die Männer durchstreiften tagelang menschenleeren Urwald. Die Lebensmittel wurden knapp. Leute waren an Hunger gestorben, was eine Unzufriedenheit der Expeditionsteilnehmer auslöste.

Lope de Aguirre und weitere Verschwörer nutzten diese Situation für eine Meuterei und töteten daraufhin ihren Führer. Der andalusische Edelmann Fernando de Guzmán wurde zum neuen Leiter dieser Expedition ernannt. Die Expedition erreichte 1561 Isla Margarita, die Insel wurde besetzt und alle königlichen Beamten festgenommen.

Lope de Aguirre wurde zum Symbol für seine Grausamkeit und seinem Verrat. Er errichtete eine Schreckensherrschaft und ließ zahlreiche Menschen hinrichten. Viele seiner Gefolgsleute hatten ihn verlassen, woraufhin er seine Tochter Elvira tötet. Er ergab sich den königlichen Soldaten und wurde von zwei seiner ehemaligen Gefolgsleuten erschossen. Der Leichnam wurde geköpft und gevierteilt. Die Körperteile wurden als Warnung in nahe gelegene Städte geschickt. Laut Bericht des Franziskanermönchs Pedro Simón blieb der Schädel vierzig Jahre lang auf dem Stadtplatz von Valencia.

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