True Story

Wie im echten Leben (Ouistreham) – französisches Drama aus dem Jahr 2021.

Der Film Wie im echten Leben (Ouistreham / Between Two Worlds) basiert auf der autobiografischen Geschichte, dem Buch „Le Quai de Ouistreham“ aus dem Jahr 2010, der französischen Journalistin und Schriftstellerin Florence Aubenas. Die 1961 in Brüssel geborene Journalistin arbeitete für die Tageszeitung Libération, wechselte 2006 zur Wochenzeitung Le Nouvel Observateur und 2012 zur Tageszeitung Le Monde.

Von Februar bis Juli 2009 nahm sie unbezahlten Urlaub, bezog ein Studentenzimmer in Caen und meldete sich bei der Arbeitsagentur als arbeitssuchend. Sie erwähnte nicht das sie Journalistin ist, lediglich ein Abitur zu haben. Nach einigen Gelegenheitsjobs arbeitete sie als Putzfrau auf den Fähren im Hafen der Stadt Ouistreham, um so schlecht bezahlte Beschäftigte, diese von Löhnen unterhalb des Mindestlohns leben müssen, zu befragen.

Aufgrund dieser Erfahrungen entstand ihr Buch „Le Quai de Ouistreham“, „Putze: mein Leben im Dreck“ („The Night Cleaner“). Sechs Monate setzte sie sich dafür ein, das Leben der Menschen, die von Gelegenheitsjob zu Gelegenheitsjob wechseln, zu dokumentieren. Schlecht bezahlte Jobs von denen man nicht leben kann. Prekäre Beschäftigungen, mit besonders geringen Lohn, keiner sozialen Absicherung und einer ungewissen Zukunft.

Florence Aubenas berichtete auch über Ereignisse in Ruanda, im Kosovo, in Algerien, Afghanistan und dem Irak. Im Irak wurde sie 2005 während ihrer Berichterstattung über Flüchtlinge entführt und nach fünfmonatiger Geiselhaft freigelassen. Später berichtete sie aus Aleppo über den Syrienkonflikt und den Rebellen der FSA. 2021 verfasste Florence Aubenas mehrere Studien über die ländliche Welt Frankreichs, insbesondere über den Landwirt, Gewerkschafter und Aktivisten Jérôme Laronze (1980-2017).