True Story

Martha Liebermann – Ein gestohlenes Leben – deutsches Drama aus dem Jahr 2022.

Bildrechte: ARD Degeto / Stanislav Honzík

Das Drehbuch zum Film entstand frei nach Motiven des Romans „Dem Paradies so fern“ von Sophia Mott.

Im Mittelpunkt steht Martha Liebermann (1857-1943), der Witwe des Malers und Grafikers Max Liebermann (1847-1935). Ihr Ehemann starb am 8. Februar 1935. Martha Liebermann wurde am 8. Oktober 1857 als Martha Mackwald in Berlin geboren. Sie entstammte einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie.

Nach dem Tod ihres Ehemannes und der Verfolgung der Juden verlor sie ihre beiden Häuser und einen Großteil ihres Vermögens. 1938 verließen ihre Tochter Käthe, deren Ehemann Kurt Riezler (1882-1955) und die gemeinsame Tochter Maria (1917-1997) Deutschland und flohen in die Vereinigten Staaten.

Auch Martha Liebermann versuchte auszureisen, was jedoch an den hohen finanziellen Forderungen der Nationalsozialisten scheiterte. Am 5. März 1943, als Martha Liebermann zum Abtransport in das Konzentrationslager Theresienstadt abgeholt werden sollte, fand man sie im Koma liegend. Sie hatte eine Überdosis Veronal, ein Schlafmittel, eingenommen, um sich so einer Deportation zu entziehen. Martha Liebermann verstarb wenige Tage darauf, am 10. März 1943, im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.