True Story

Die Tänzerin von Sanssouci – deutsches Historiendrama aus dem Jahr 1932.

Geschildert wird das Verhältnis zwischen dem König von Preußen Friedrich II. (1712-1786) und der Balletttänzerin Barbara Campanini (1721-1799), genannt Barberina / Barbarina, eine der bedeutendsten Ballett-Tänzerinnen des 18. Jahrhunderts.

Barbara Campanini wurde von Antonio Rinaldi (c.1715-c.1759) in Italien ausgebildet. Ihr Debüt gab sie 1739 an der Pariser Oper. Sie galt als sehr talentierte Tänzerin und wurde auch als Schauspielerin bekannt. Der junge Preußenkönig Friedrich II. hörte von ihr und wollte sie in Berlin engagieren. So wurde ein Vertrag an der Berliner Oper vereinbart.

Sie trat jedoch nicht auf, da sie mit ihrem Geliebten, dem britischen Politiker James Stuart Mackenzie (1719-1800) nach Venedig reiste. Friedrich II. war verärgert und ließ die Tänzerin unter militärischer Bewachung nach Berlin holen. Hier feierte sie am 8. Mai 1744 an der Königlichen Hofoper ihr Debüt.

Friedrich II. zählte zu ihren Verehrern und hatte sie mehrfach aufgesucht. Sie hatte gewisse Privilegien und verdiente gutes Geld. Der König gewährte ihr dies nur, wenn sie unverheiratet bliebe. Man spekulierte über eine Affäre zwischen dem Preußenkönig und der bekannten Tänzerin. Ihr wurden zahlreiche Liebschaften nachgesagt.

Ihre Karriere endete 1749 abrupt, als sie einen Heiratsantrag auf offener Bühne angenommen hatte. Diesen Heiratsantrag machte ihr Karl Ludwig von Cocceji (1724-1808). Somit wurde ihr Vertrag gekündigt und ihr Verlobter inhaftiert. 1749 heirateten beide heimlich in Berlin. Ihr Ehemann wurde von Friedrich II. als Regierungspräsident ins schlesische Glogau geschickt.

Barbarina erwarb hier drei Güter, die sie selbst verwaltete. Sie trennte sich 1759 von ihrem Ehemann und ließ sich später scheiden. 1789 wurde sie zur Gräfin Campanini erhoben. Sie verstarb am 7. Juni 1799 auf ihrem Landsitz in Barschau bei Lüben.