True Story

Das Lied der Matrosen – deutsches (DDR) Kriegsdrama aus dem Jahr 1958.

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und beschreibt eine Meuterei deutscher Matrosen der Hochseeflotte im Sommer 1917. Am 3. November 1918 kam es zum Kieler Matrosenaufstand. 

Auf verschiedenen Schiffen war es zu Protestaktionen gekommen, so auch auf dem Schiff SMS Friedrich der Große. Man forderte eine bessere Verpflegung und protestierte gegen die inhumane Behandlung durch die Offiziere. Die Rebellion wurde niedergeschlagen und eine ganze Reihe sehr schwerer Strafen verhängt. Die Verurteilten hatten sich zudem für einen Frieden eingesetzt und sich über eine Durchführung einer Demonstration beraten. Die Begründungen des Militärgerichts diese Männer wegen Kriegsverrats zu verurteilen waren juristisch untragbar.

Im Sommer 1917 war es zu mehreren Unruhen in der Marine gekommen, hauptsächlich in und um Wilhelmshaven. Während dieser Rebellion wurde der Soldat und Heizer Albin Köbis (1892-1917) auf dem Linienschiff SMS Prinzregent Luitpold verhaftet, von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und am 5. September 1917 erschossen. Auch der Soldat und Matrose Max Reichpietsch (1894-1917) wurde verurteilt und am 5. September 1917 hingerichtet. Der Matrose Hans Beckers wurde angeklagt, zum Tode verurteilt und seinem Antrag auf Begnadigung stattgegeben.

Die Todesstrafe wurde in eine 15-jährige Zuchthausstrafe umgewandelt. Er verstarb 1971 in Düsseldorf. Willy Sachse, ebenfalls einer der Organisatoren des politischen Widerstandes in der Marine, wurde zu einer Zuchthausstrafe verurteilt und im Zuge der Novemberrevolution 1918 befreit. Er engagierte sich während des Zweiten Weltkrieges in Widerstandsgruppen und wurde am 21. August 1944 im Zuchthaus hingerichtet.

Kieler Matrosenaufstand

Der Kieler Matrosenaufstand begann am 3. November 1918, der die Novemberrevolution auslöste und zum Sturz der Monarchie führte. Am 9. November 1918 wurde die Republik ausgerufen.

Matrosen hatten vor Wilhelmshaven den Befehl verweigert, in eine Schlacht gegen England zu gehen. Der Erste Weltkrieg war bereits verloren und erste Friedensverhandlungen waren im Gespräch. Aus der Sicht der Marine waren die Matrosen Meuterer, gegen diese man nun vorging. Arbeiter und Soldaten forderten deren Freilassung.

Die deutsche Marineführung wollte ihre Kriegsflotte zu einem letzten Gefecht in die Schlacht schicken. Die kriegsmüden Matrosen hatten sich geweigert. Aus der Meuterei wurde ein Volksaufstand. Dies führte zum Untergang des Kaiserreichs. Lothar Popp (1887-1980) war Führer des Kieler Matrosen- und Arbeiteraufstandes.

Aus Berlin wurde der SPD-Vertreter Gustav Noske (1868-1946) entsandt, der mit seinem Versuch die Aufständischen zum Abbruch zu überreden gescheitert war. Auch in anderen Teilen Deutschlands regte sich Widerstand. Kaiser Wilhelm II. ging ins Exil in die Niederlande. Am 11. November 1918 wurde der Waffenstillstand unterzeichnet und somit der Erste Weltkrieg beendet.