True Story

True Story – Spiel um Macht – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2015.

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Der Film basiert auf den Memoiren „True Story; Murder, Memoir, Mea Culpa“ des Journalisten und Schriftstellers Michael Finkel. Bis 2002 arbeitete Michael Finkel für die New York Times. Ihm wurde gekündigt, da er bei einem Artikel über Kinder-Sklaven, bei denen es um Arbeit auf westafrikanischen Kakaoplantagen ging, die Hälfte des Artikels erfunden hat. Einiges entsprach nicht der Wahrheit. Es ging um ein Kind das er frei erfunden hatte. Er stand unter Zeitdruck und nahm Amphetamine. Er wurde gefeuert und somit war er seinen Job als Journalist los.

Die eigentliche Geschichte beginnt im Februar 2002, als sein Betrug gerade aufgeflogen war. Ein Reporter aus Oregon überbrachte ihm eine überraschende Neuigkeit. Dieser teilte ihm mit, dass ein Mann,  jung und hochintelligent, namens Christian Longo während seiner Flucht, nachdem er seine Frau und Kinder getötet hat, seine Identität angenommen hatte.

Christian Michael Longo aka „Shortstop“, wurde am 23. Januar 1974 in Michigan geboren. Von seinen Eltern erfuhr er eine strenge Erziehung. Als Kind war er in der Kirche aktiv, da seine Eltern Zeuge Jehovas waren. Auf dem Parkplatz der Kirche traf er auf seine zukünftige Frau Maryjane Baker. Er war 19 und sie bereits 25 Jahre alt. Bereits mit 19 Jahren heiratete er und rutschte in finanzielle Probleme, die ihn und seine Familie die nächsten Jahre begleiten sollten. Er wurde Vater von drei Kindern. Er arbeitete in einem Unternehmen, in höherer Position, das für die Verteilung der Zeitung The New York Times tätig war.

Er las diese Zeitung, vor allem die Artikel des Journalisten Michael Finkel. Kurze Zeit darauf eröffnete er sein eigenes Geschäft, was für Zustellungen verantwortlich war. Doch die finanziellen Schulden blieben und die Familie ertrank förmlich in Schulden. Durch die vielen Ausgaben rutschte die Familie immer tiefer in den Schuldensumpf. Mittlerweile hatte man sein Auto gepfändet. Um die finanziellen Sorgen zu bewältigen, fälschte er Adressen um die Inkassoforderungen umzuleiten. Dies flog auf, man erwischte ihn. Es folgte ein eher mildes Urteil auf Bewährung und man einigte sich auf eine Wiedergutmachung.

Im Dezember 2001, als man die Familie in ihrem Haus nicht mehr antraf, wurden bald darauf die Leiche seiner Frau und die leblosen Körper seiner drei Kinder an der Küste in einer Bucht in Oregon entdeckt. Christian Longo flüchtete nach Cancún, Mexiko, wo er unter falschen Namen, untertauchte. Hinweise auf Christian Longo verdichteten sich, man fand E-mails die seine Untreue beweisen. Als die Familie als vermisst galt, behauptete er, er wolle für sich und seine Familie ein neues Leben beginnen.

Christian Longo war auf der Flucht da er am 16. Dezember 2001 in der Nähe von Newport, Oregon, seine Familie tötete. Seine 34-jährige Frau Maryjane und die drei gemeinsamen Kinder; Madison, Sadie und Zachery, zwei, drei und vier Jahre alt.  Nach ihm wurde nun fieberhaft gefahndet. Christian Longo zählte zu den zehn meistgesuchten Flüchtigen des FBI, bevor man ihn am 12. Januar 2002 in Mexiko festnehmen konnte. Man brachte ihn zurück in die USA, wo er behauptet, er habe nur Madison und seine Frau Maryjane getötet. Die beiden anderen Kinder wären von ihrer Mutter getötet worden.

Finkel interessierte warum ausgerechnet er seine Identität angenommen hatte. Zwischen den beiden entstand ein „freundschaftliches“ Verhältnis. Während des Prozesses hatte Christian Longo Kontakt zu Michael Finkel. Longo erhoffte sich dadurch gewisse Vorteile. Finkel könne ihm helfen, indem er etwas über ihn schreibt, was ihn womöglich entlasten sollte. Zunächst war Finkel fasziniert, es folgten mehrere Telefongespräche, bis hin zu einigen Seiten der Korrespondenz. Im Jahr 2003 wurde Christian Longo zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde jedoch bis heute noch nicht vollstreckt. Die Staatsanwaltschaft schrieb, er sei ein kaltblütiger Mörder, der guten Wein und Autos mochte, was er sich allerdings nicht leisten konnte. Um sein hemmungsloses Leben zu genießen, tötete er seine Frau und seine drei Kinder.

Michael Finkel, Jahrgang 1968, lebt heute in Bozeman, Montana und schreibt für den National Geographic.